Gold-Zertifikat

Endlich, der Golf-Club Spessart erhält das Zertifikat in gold.

Auszeichnung: Gold Zertifikat "Golf und Natur"


Seit April 2010 gehören wir zum exklusiven Kreis von 16 Golfclubs in Deutschland, die diese Auszeichnung erhalten haben.

Bisher wurden vom DGV und seinem Partner DQS GmbH (Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen) bei insgesamt 97 Golfclubs, die an dem Zertifizierungsverfahren teilnehmen, weitere 21 Silber- und 25-Bronze-Zertifikate verliehen. Wir sind in guter Gesellschaft mit bekannten Namen wie "St. Leon-Rot", "Hamburg Falkenstein", "Seddiner See", "Hubbelrath" und "Am Habsberg". Die Auszeichnung bescheinigt dem Golf-Club Spessart, dass vielfältige Anforderungen wie: Natur und Landschaft, Pflege und Spielbetrieb, Arbeitssicherheit und Umweltmanagement, Öffentlichkeitsarbeit und Infrastruktur in hervorragender Weise erfüllt werden. Wir haben uns um diese Auszeichnung seit 2000 aktiv bemüht und wurden bereits 2005 als erster Club in Deutschland mit dem Silber-Zertifikat ausgezeichnet.

Nach anfänglichem "wohlwollendem Desinteresse" findet die Zertifizierung allgemeine Zustimmung. Die sehr positive Einschätzung der Bedeutung des Zertifikats wird in den Ergebnissen der Umfrage Platz 2010 deutlich.

Worin liegt der Nutzen der Auszeichnung "Golf und Natur"

Das DGV-Konzept hat das Ziel, optimale Bedingungen für den Golfsport mit dem größtmöglichen Schutz der Natur zu verbinden. "Golf und Natur" bietet die Chance, im Rahmen einer mehrjährigen Strategie, sowohl die Umwelt als auch die spiel- und pflegetechnischen Gegebenheiten zu erfassen und in planbaren Schritten zu verbessern. Da die Natur sich nicht "kurzfristig verbessern" lässt, ist für die Umsetzung ein Zeitraum von mindestens zwei Jahren vorgesehen. Wir verfolgen bis zur nächsten Rezertifizierung im Frühjahr 2012 u.a. folgende Ziesetzungen.

Mehr Spielfreude

In den Jahren 2004 bis 2009 wurde mit dem Umbau von Grün 6, bei dem die Puttfläche verdoppelt werden konnte, dem Neubau der Abschläge 7, 13 und 17 die Attraktivität und Schönheit unseres Platzes nach einhelliger Meinung der Mitglieder spürbar erhöht. So hat dieser Teil der Umsetzung des Masterplans 2004 seinen Beitrag zur Steigerung der Spielfreude geleistet.

Auf Grund der Erfahrungen der beiden letzten Jahre mit unserem neuen Grün 6, werden wir weitere kleinere Veränderungen vornehmen. Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Anspielbarkeit der blauen Fahnenposition zu erleichtern und elne bessere Fläche für die gelbe Fahnenposition zu schaffen.

Auf den Spielbahnen Bürgerloch (12) und Eichbaumgrün (15) werden wir Korrekturen vornehmen, die das Spiel beschleunigen sollen.

Büsche oder Bäume sind schon jeweils für sich Strafe genug, wenn man sie trifft. Wir haben auf unserer Anlage auf den Spielbahnen 2, 4, 5, 9, 11, 12 und 14 beides gleichzeitig. Da wird man gleich doppelt bestraft, der Ball bleibt im Baum hängen und ist im Busch nicht mehr spielbar oder auffindbar. Wir werden die Wintermonate intensiv nutzen, um im wahrsten Sinne des Wortes "klare Verhältnisse" an den genannten Spiebahnen zu schaffen.

Mehr Qualität

Seit vielen Jahren werden von der Greenkeeper Mannschaft regelmäßig zusätzliche Maßnahmen ergriffen, um die Qualität unserer Grüns zu verbessern, was bei zum Teil mehr als 35 Jahre alten Grüns eine nicht enden wollende Herausforderung ist. Mit gezielten Untersuchungen des Funktionsaufbaus der Grüns und der Rasentragschicht werden der Zustand kontinuierlich überwacht und geeignete Pflegemaßnahmen ergriffen.

In der vergangenen Saison wurden verstärkt mechanische Bodenlockerungen durchgeführt, um die Widerstandskraft der Gräser zu erhöhen und die Gefahr für Schneeschimmel zu reduzieren.

Die Grüngeschwindigkeit wird - auch zur Kontrolle der Gleichmäßigkeit über alle Grüns - mehrfach in der Saison mit dem Stimpmeter gemessen. Die Ergebnisse zeigen, dass unsere Grüns bei normalen Wetterlagen zur Kategorie "mittel" bis "mittelschnell" gehören und untereinander eine Streuung von 5 bis 7% aufweisen. Seit August 2009 wird bei trockenem Wetter alle 2 Wochen mit einem neu angeschafften Grün-Roller ("Bügelmaschine") die Oberfläche der Grüns eingeebnet, um die Spurtreue zu verbessern. Damit die Grüns aber nicht zu sehr verdichten, ist zwischendurch mechanisches Auflockern erforderlich. Das Thema "Spurtreue" wird uns in der nächsten Saison weiterhin intensiv beschäftigen, da wir noch besser werden können.

Neben den beiden Schwerpunkten "Mehr Spielfreude" und "Mehr Qualität" werden bis zur Rezertifizierung in 2012 u.a. auch Themen wie "Clubphilosophie festlegen", "Sicherung der Wasserversorgung durch Neubau eines Speicherteiches", Durchführung einer Befragung Platz" (bereits erledigt) und Kartierung einzelner Biotoptypen" angepackt bzw. realisiert werden.

Bodo Rüdiger

 

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